Zum Inhalt springen Zum Navigationsmenü springen

Carl ROTH und baseclick

CR-baseclick-Logo_1000px_zentriert.png
862732248_1380px-rot.jpg

Strategische Partnerschaft zwischen Carl ROTH und baseclick

Baseclick-Kit_700px.jpg
Carl Roth ist ein traditionsreiches Unternehmen mit über 135 Jahren Erfahrung im Vertrieb von Chemikalien. Durch die Zusammenarbeit mit baseclick, einem innovativen Unternehmen mit der Expertise auf dem Gebiet der Click-Chemie, verfolgen wir das Ziel, biochemische Produkte für den anspruchsvollen Kunden effizient weiterzuentwickeln und zu vermarkten. Neben eigenen Patenten hat baseclick eine weltweit geltende exklusive Lizenz vom Scripps Research Institute für die Click Technologie in dem Gebiet der Nukleinsäuren erworben. Durch die hier beschriebene strategische Partnerschaft wird Carl Roth seinen Kunden nunmehr einen noch einfacheren und schnelleren Zugang zur Click-Chemie ermöglichen.

Click-Reaktionen sind sowohl wegen ihrer Schnelligkeit und Einfachheit als auch wegen der hohen Ausbeuten und einfachen Reaktionsbedingungen bei Wissenschaftlern beliebt. Eine der bekanntesten Click-Reaktionen ist die kupferkatalysierte Azid-Alkin-Cycloaddition (CuAAC), welche zwei Moleküle effektiv, stereospezifisch und unter milden Bedingungen miteinander verbindet. Notwendig hierfür ist lediglich, dass einer der Reaktionspartner mit einer terminalen Alkin- und der andere mit einer Azidfunktionalität ausgestattet ist. Die Click-Chemie ist damit eine exzellente Alternative zu klassischen, aufwendigeren Methoden zur Markierung von Nukleinsäuren und anderen Biomolekülen. Darüber hinaus zeichnet sich diese Reaktion durch ihre hohe Modularität aus, die sich unter anderem in der großen Vielfalt angebotener „Bausteine“ wiederspiegelt.

Carl Roth bietet eine umfassende Produktpalette der Click-Reagenzien an. Im Produktportfolio sind sowohl essentielle Click-Chemikalien wie Kupferbromid oder Liganden zur Kupferstabilisierung zu finden, als auch Reagenzien, die speziell für die Click-Chemie modifiziert wurden, wie z.B. Nukleotide mit Alkingruppen und Fluoreszenzmarker mit Azidgruppen, bis hin zu gebrauchsfertigen Zellproliferationsassays für Fluoreszenzmikroskopie, Durchflusszytometrie oder Hochdurchsatzscreening.

Die strategische Partnerschaft beider Unternehmen vereint die einzigartige Expertise der Firma baseclick auf dem Gebiet der Click-Chemie und hervorragende Verfügbarkeit der Produkte mit einer weitreichenden Erfahrung im Bereich Marketing und internationalem Vertrieb, die die Firma Carl Roth auszeichnet. Wir freuen uns daher auf dieser Basis unseren anspruchsvollen Kunden den bestmöglichen Service bieten zu können.

Um das bereits bestehende Sortiment weiter abzurunden, können wir Ihnen zukünftig in Zusammenarbeit mit baseclick auch modifizierte Oligonukleotide anbieten.
 

 zum Oligo-Service
Allgemeine Click-Reagenzien

Im Allgemeinen kann man bei der Click-Chemie zwischen zwei grundsätzlichen Reaktionen, der CuAAC (Kupfer-katalysierte Azid-Alkin Cycloaddition) und der SPAAC (Strain-promoted Azid-Alkin Cycloaddition), unterscheiden. Während für die CuAAC Kupfer als Katalysator eingesetzt wird, werden für die SPAAC Substrate mit einer hohen Ringspannung wie z.B. DBCO (Dibenzocyclooctin) Derivate eingesetzt. Innerhalb des Click-Sortiments bieten wir diverse Katalysatoren und Liganden, clickbare Farbstoffe oder Tags, aber auch andere Linker für diese beiden Reaktionen an.

Das Sortiment umfasst diverse Reagenzien für verschiedene Lösungsmittel. Hiermit können im jeweiligen Milieu optimale Reaktionsbedingungen geschaffen werden:

Wässrige Lösung: THPTA + CuSO4 + Natriumascorbat
Organische Lösungsmittel: TBTA + CuBr

7822_SF_HG.jpg
Im Bereich der fluoreszenten Farbstoffe führen wir sowohl für die kupfer-katalysierte CuAAC als auch für die SPAAC Farbstoffe mit den jeweiligen Azid- bzw. Alkin-Funktionalitäten. Die Farbstoffe wie beispielsweise 6-FAM-Azide besitzen ähnliche Eigenschaften wie die auf dem Markt gängigen Farbstoffe z.B. ATTO488, Alexa Fluor 488, DyLight 488 oder FITC.
7806_SF_HG.jpg
Azid-gelabelte oder DBCO-gelabelte Biotine können mittels CuAAC oder SPAAC an Biomoleküle gebunden werden und anschließend ein fluoreszentes Streptavidin-Konjugat binden. Hierbei kommt es zu einer Signalverstärkung, da die Strep- und Biotin-Bindung sehr stark ist. Anschließend können die Proben mittels Fluoreszenz-Mikroskopie untersucht werden.
259Y_SF-2_HG.jpg
Ferrocen-Azid dient als organometallischer Tag, welcher mittels elektrochemischer Detektion nachgewiesen werden kann. Im Vergleich zu fluoreszenten Proben handelt es sich hierbei um eine deutlich kosteneffizientere Methode mit geringen Nachweisgrenzen.
1Y7N_SF_HG.jpg
Im Sortiment gibt es zwei verschiedene Arten von zellzielgerichteten Reagenzien in unserem Sortiment. Azido-Trimannose-Derivate sind mit Alkin-Targets gekoppelt und werden vom Mannose-Rezeptor erkannt. Sie werden durch rezeptorvermittelte Endozytose in die Zelle transportiert. Die Tri-Gal-Nac-Derivate mit DBCO (Alkin) und Aziden werden verwendet, um Azid- und Alkin-Targets zu markieren, die vom ASGP-R (Asialoglykoprotein-Rezeptor) erkannt und als siRNA in Lebergewebe transportiert werden.
Mittels bifunktionaler Linker z.B. Azid-NHS-Linker können Azid-Funktionalitäten in Amin-Oligos nach der Festphasensynthese eingeführt werden. Hierbei wird die Azid-Gruppe über die Click-Reaktion mit Alkinen gekoppelt und der NHS-Ester reagiert mit primären Aminen. Zusätzlich dazu führen wir auch Linker mit DBCO und einer weiteren funktionellen Gruppe (z.B. Alkin, NHS-Ester oder DBCO) für die SPAAC.
1Y60_259H_SF_HG.jpg
Nukleinsäure-Modifikationen
Thymidin-Analoge mit Alkin-Funktionalität können während der DNA/RNA-Synthese eingebaut werden z.B. EdU (zum Einbau in DNA) und EU (zum Einbau in RNA).
7848_7845_SF_HG.jpg
Die Alkin- und Azid-modifizierten Nukleotide können mit Hilfe von Polymerasen über PCR in die DNA eingebaut und so anschließend mittels Click-Chemie weiter funktionalisiert werden.
1Y68_SF_HG.jpg
Mit Hilfe von Phosphoramiditen können Oligonukleotide über Festphasensynthese vom 3‘ zum 5‘ Ende hergestellt werden. Es handelt sich hierbei um Nukleotide/Nukleoside, welche an der 5‘-Hydroxylgruppe eine DMT-Schutzgruppe besitzen, um unerwünschte Nebenreaktionen zu vermeiden. Nach Entschützung der OH-Gruppe und Aktivierung des Phosphoramidites reagieren diese miteinander. Danach kann die Nukleinsäure aufgereinigt oder verlängert werden.
1Y80_SF_HG.jpg
Capping-Reagenzien werden beispielsweise in der Oligonukleotidsynthese oder bei der Herstellung von mRNA zur Verbesserung der Stabilität und Funktionalität eingesetzt. Neben den klassischen Capping-Reagenzien wie ARCA (Anti-Reverse Cap Analog und Clean Cap, führen wir auch weitere Cap-Strukturen mit Amino- und Azid-Funktionalität, welche die in-vitro Transkription der RNA initiieren.
25A4_SF_HG.jpg
Kits für verschiedene Assays
Im Bereich der Zellproliferationsassays bietet das Sortiment zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten wie z.B. Imaging, High-Throughput-Screening (HTS) und Flow Cytometry (FC). Hierfür gibt es wiederum auch zusätzliche Sensitive Kits (verbesserte Fluoreszenzfarbstoffe, stärkere Signale) oder in-vivo Kits. Für T-Zellen gibt es ebenfalls spezielle T-Cell Proliferation Kits.
Zellproliferationsassays_Schema.jpg
Mit Hilfe des ClickTech Oligo Link Kits können sowohl Alkin- und Azid-modifizierte Oligos, welche beispielsweise über den Oligo-Service hergestellt wurden, miteinander verlinkt werden als auch die modifizierten Oligos über einen Tag wie z.B. einen Fluoreszenzfarbstoff markiert werden.
RNA_Labeling_Kit_BCK-RNA_Schema.jpg
Das ClickTech DNA FISH-Kit und PCR-Modifizierungs-Kit teilen den gleichen Versuchsansatz. Die im Kit enthaltene spezielle Ethynyl-Polymerase stellt, mittels der nativen dNTPs und den alkin-modifizierten EdUTPs, gelabelte DNA-Fragmente her. Anschließend werden diese mittels Click-Reaktion an einen geeigneten Fluoreszenzfarbstoff gebunden. Die FISH-Proben werden durch in-situ Hybridisierung hergestellt und können mikroskopisch untersucht werden.
PCR_Schema-breit.jpg